Elektronische Post (Email) war einer der ersten Dienste, der standardisiert wurde. Als Erweiterungen dieser Form der elektronischen Kommunikation kann man Diskussionslisten (Listserv-Gruppen) und Diskussionsgruppen (Usenet) betrachten. Weitere wichtige Dienste sind der Dateitransfer (ftp) und das Arbeiten an entfernten Rechnern (Telnet). Einen Zugang zu verschiedenen Ressourcen in Form eines hierarchischen Menüsystems bietet der sogenannte Gopher. Mit der Entwicklung des World Wide Web (WWW) wurde eine einfach zu bedienende Oberfläche geschaffen, unter der sich die meisten dieser Dienste einheitlich ansprechen lassen.
Im folgenden sollen zu diesem Thema nur die wichtigsten Aspekte
dargestellt werden. Weiterführende Informationen existieren in Form
einer kurzen
Übersicht über die gebräuchlichsten Dienste
und
als ausführlichere Darstellung mit vielen Details.
Nachteile von email können daraus entstehen, daß das Versenden von Email ein relativ unkomplizierter Prozeß ist, der zu voreiligen, unbedachten Äußerungen führen kann. Da zudem viele derjenigen kommunikativen Hinweisreize fehlen, die Nuancierungen des Gemeinten bei der face-to-face-Kommunikation ausdrücken können, kommt es relativ leicht zu Mißverständnissen.
Jede Person, die im Internet per Email erreicht werden kann, besitzt analog zur normalen Post eine eindeutige Emailadresse. Diese setzt sich zusammen aus dem Namen des Rechners oder Rechenzentrums, bei dem diese Person ihren (Email-)Zugang zum Internet hat und einem Benutzer- oder Postfachnamen (in der Regel eine Abkürzung des Namens).
Matthias Romppel zum Beispiel hat seinen Zugang bei der Gesellschaft für Wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen (GWDG), dort wird der Benutzername aus dem ersten Buchstaben des Vornamens und den ersten sechs Buchstaben des Nachnamens gebildet (bei doppelt vorkommenden Namen werden zur Unterscheidung Ziffern nachgestellt). Der Name der GWDG im Internet ist gwdg.de, so daß sich die Adresse aus mromppe und gwdg.de zusammensetzt. Das Zeichen @ dient zur Trennung von Benutzernamen und Rechnernamen, meine Email-Adresse würde also lauten: mromppe@gwdg.de.
Jede Diskussionsliste beschäftigt sich mit einem bestimmten Thema oder verbindet Personen mit einem gemeinsamen Interesse. Um den Überblick über die mehr als 4000 existierenden Diskussionslisten zu behalten, wurden Verzeichnisse von Diskussionslisten wie das Mailing List Archiv angelegt, in denen man die für sich interessanten Gruppen suchen kann. Einige dieser Listen sind nicht für jedermann offen und einige der Listen werden moderiert, das bedeutet, daß die Nachrichten nicht automatisch weitergeschickt, sondern vorher editiert oder gefiltert werden.
Die Namen der Gruppen sind nach dem Schema Gruppe.Untergruppe.Unteruntergruppe usw. zusammengesetzt, jeweils getrennt durch einen Punkt. Die wichtigsten Unterteilungen auf der höchsten Ebene der Hierarchie sind:
Es existieren einige Gruppen, die speziell für neue Nutzer vorgesehen sind: Die Gruppen news.announce.newusers (englischsprachig) und de.newusers (deutschsprachig) enthalten in regelmäßigen Abständen wiederholte Beiträge, die von allen neuen Usenet-Nutzern gelesen werden sollten, um sich über das Usenet, seine Normen, Regeln und Mechanismen zu informieren. Für Anfängerfragen zum Usenet sind die Gruppen news.newusers.questions (englischsprachig) und de.newusers.questions (deutschsprachig) gedacht.
Viele Newsgruppen enthalten in regelmäßigen Abständen wiederholte Beiträge für neue Nutzer dieser spezifischen Gruppe. Diese Beiträge werden gewöhnlich als FAQs bezeichnet ("Frequently Asked Questions"). Diese Beiträge werden parallel dazu in die Gruppe news.answers gesendet, für ältere FAQs existiert auch ein Archiv von FAQs. Für viele Newsgruppen gibt es auch eine sogenannte Charta, in der festlegt ist, womit sich die Gruppe befaßt, also z.B. welche Themen in dieser Gruppe erwünscht (on-topic) und welche Themen unerwünscht (off-topic) sind.
Bevor man in einer Gruppe selbst aktiv wird, also z.B. eine Frage stellt, sollte man sich zunächst einmal mit der Charta befassen und die FAQ dieser Gruppe konsultieren. Um einen gewissen Einblick in die Thematiken, das Niveau und den Umgangston einer Gruppe zu gewinnen, empfiehlt es sich, zunächst einmal eine Zeitlang als stiller Beobachter mitzulesen.
Der Austausch innerhalb einer Newsgruppe geschieht über sogenannte Artikel. Das Schreiben und Senden eines Artikels in die Gruppe nennt man posting, die Antwort auf einen schon vorhandenen Artikel wird als followup bezeichnet. Artikel, die aufeinander Bezug nehmen, bilden einen sogenannten thread. Manchmal ist es angemessen, eine Antwort als persönliche Email statt in die Gruppe zu schicken, dieser Vorgang heißt reply. Möglichst sparsam zu verwenden ist das crossposting, das Versenden eines Newsartikels in mehrere Newsgruppen.
auch eine
ausführlichere NetNews-Einführung, die einige technische Details und Verweise auf weitere Informationsquellen enthält.
help.
Um den Zugriff auf diese unterschiedlichen Ressourcen zu ermöglichen, wurde eine einheitliche Adressierungsform entwickelt, der sogenannte URL (Uniform Resource Locator). Ein solcher URL setzt sich zusammen aus der Angabe des Dienstes, den man nutzen möchte, dem Namen des Zielrechners sowie dem Namen des Zieldokuments auf diesem Rechner. Die allgemeine Form eines URLs lautet:
<Protokoll>://<Server-Adresse>/<Dokumentpfad>
so ist z.B. der URL dieser Seite
http://www.romppel.de/matthias/is3.htm
HTTP steht für Hypertext Transfer Protocol und bezeichnet das Protokoll zur Übertragung von Hypertextdokumenten. Daneben existiert auch die Möglichkeit, auf die schon bekannten Dienste zuzugreifen:
file:<Dokumentpfad> führt zur angegenen Datei im Dateisystem des Nutzers
ftp://<Server-Adresse>/<Dokumentpfad> überträgt die angegebene Datei vom angegebenen Rechner
gopher://<Server-Adresse>/<Dokumentpfad> führt zur angegenen Datei auf dem angegebenen Rechner
mailto:<Email-Adresse> erlaubt das Senden einer Email an die angegebene Adresse
news:<Newsgruppe> führt zur angegebenen Newsgruppe
telnet://<Server-Adresse> erlaubt das Arbeiten auf dem angegebenen Rechner
Um sich im WWW bewegen zu können, benötigt man ein einen sogenannten Browser. Je nach Art des Betriebssystems und des Zugangs zum Internet existieren verschiedene Varianten. Neben textorientierten Browsern, bei denen die Navigation über die Tastatur erfolgt (am bekanntesten ist das Programm lynx), gibt es Browser für graphische Benutzeroberflächen (am verbreitesten das Programm Netscape Navigator). Hier geschieht das Verfolgen von Verbindungen bequem durch einen Mausklick auf die hervorgehobenen Links.
Die Struktur von Hypertextdokumenten wird mit Hilfe der Hypertext Markup Language (HTML) festgelegt. Dabei handelt es sich um Zeichenfolgen einer bestimmter Syntax, die an bestimmten Stellen im Text eingefügt werden, um diese Textstellen mit bestimmten Merkmalen zu versehen (z.B. als Überschrift, als Punkt einer Aufzählung, als Link). Diese Anweisungen werden vom jeweiligen Browser interpretiert und in eine angemessene Darstellungsform umgesetzt.
Besonders interessant ist die Fähigkeit von HTML und HTTP zur dynamischen Erzeugbarkeit von Dokumenten. CGI steht für Common Gateway Interface und bezeichnet eine vereinheitlichte Form, Informationen zwischen Programmen auszutauschen. Bestimmte Programme, die sie sich an diese Spezifikation halten (die sogenannten CGI-Skripte), können dazu genutzt werden, im WWW auf Anforderung Dokumente bereitzustellen. Dazu muß der Nutzer zunächst in einem mit HTML erstellten Formular (bestehend aus Eingabefeldern und Auswahlfeldern) Informationen eingeben. Diese werden dann an das CGI-Skript weitergeleitet und von diesem verarbeitet. Als Ausgabe erhält der Nutzer ein neuerstelltes Dokument (z.B. das Ergebnis einer Suchabfrage).
Auf viele Einzelheiten und vor allem auf die neuesten Entwicklungen (z.B. VRML und Java) kann an dieser Stelle nicht eingegangen werden. Im Bedarfsfall führen die folgenden Verweise zu ergänzenden Informationen.
World Wide Web Frequently Asked Questions
Informationen zu URLs (Uniform Resource Locators)
Das Neueste zur HTML-Spezifikation:
HyperText Markup Language
Home Page
englischsprachige CGI-Einführung